Verschreibung homöopathischer Mittel nach bewährten Indikationen

Der Verschreibung homöopathischer Mittel nach bewährten Indikationen liegt die Erfahrung zugrunde, daß bestimmte Mittel bei bestimmten Krankheitszuständen häufiger angezeigt sind als andere. Diese Mittel werden dann als bewährte Heilmittel für diese Krankheitszustände angegeben. So gibt es z.B. eine Reihe von bewährten Indikationen gegen Kopfschmerzen, ähnlich wie es in der Schulmedizin bestimmte Medikamente gegen Kopfschmerzen gibt.

Es wird hier also gegen eine bestimmte Krankheit und nicht, wie es in der klassischen Homöopathie üblich ist, ein Mittel für den Patienten in seiner Individualität verschrieben. HAHNEMANN betont ja in seinem Organon ausdrücklich, daß bei der Arzneimittelwahl stets die Gesamtheit der charakteristischen Symptome zu berücksichtigen ist, da sonst kein wirklich homöopathisches, also dem Leiden des Patienten ähnliches Mittel gefunden werden kann.

Zudem werden die homöopathischen Mittel bei der Verordnung nach bewährten Indikationen meist in täglichen Gaben über einen längeren Zeitraum verabreicht. Das kann, vor allem bei nicht passender Arzneimittelwahl, zum Auftreten von Prüfungssymptomen führen, das heißt der Patient bekommt durch die Einnahme des homöopathischen Mittels Symptome, die er vorher nicht hatte. Weiter kann bei der fortgesetzten Gabe eines eigentlich passenden Mittels in unveränderter Potenzstufe die bereits eingetretene Heilwirkung wieder aufgehoben werden und in eine Verschlimmerung umschlagen.

 

 

 

 

Dr. rer. nat.        

Susanne von Stamm         

Heilpraktikerin        

Tierheilpraktikerin