Grundlagen der Homöopathie

Der Begriff "Homöopathie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "ähnliches Leiden".

 

HAHNEMANN hatte bei Selbstversuchen beobachtet, daß er als gesunder Mensch durch die Einnahme bestimmter Substanzen Krankheitssymptome entwickelte (Arzneimittelprüfung, s.u.), die den Symptomen bestimmter Krankheiten sehr stark ähneln. HAHNEMANN hatte z.B. Chinarinde eingenommen und festgestellt, daß er daraufhin Symptome der Malaria entwickelte. Als er dann Malaria-Erkrankte Chinarinde einnehmen ließ, wurden sie von ihrer Krankheit geheilt.

Aus diesen und weiteren entsprechenden Beobachtungen leitete er das Ähnlichkeitsgesetz ab: "Similia similibus curentur", also "Ähnliches heile mit Ähnlichem". Dieses Gesetz stellt die wichtigste Behandlungsgrundlage und das Charakteristikum der klassischen Homöopathie dar.

 

Die Anwendung dieser Grundlage in der Praxis setzt somit

  • die Kenntnis der homöopathischen Arzneimittel und
  • die Kenntnis der Symptome des Patienten voraus.

 

Die Kenntnis der homöopathischen Arzneimittel, d.h. ihrer Eigenschaften und ihres Wirkungsspektrums, wird in erster Linie mit Hilfe sogenannter Arzneimittelprüfungen gewonnen. Hierbei nehmen gesunde Menschen, die Prüfer, ein homöopathisches Mittel ein und beobachten dann, welche Symptome dieses bei ihnen hervorruft. Die Symptome aller Prüfer werden zusammengetragen und zu einem Arzneimittelbild vereinigt. Weitere Informationen zu den Arzneien stammen aus der Beschreibung von Vergiftungserscheinungen mit den entsprechenden Substanzen und, nach einiger Zeit der Anwendung, auch aus der klinischen Erfahrung.

 

Die Symptome des Patienten werden durch den Homöopathen im jeweiligen Einzelfall durch Befragung des Patienten (bzw. des Tierhalters) erhoben. Bei dieser sogenannten Anamnese-Erhebung werden aktuelle Symptomatik, Krankengeschichte, Lebensumstände sowie herausragende Charakterzüge erfaßt und schriftlich festgehalten.

 

In der Auswertung werden dann die Symptomenreihen des Patienten mit denen der Arzneimittel verglichen und das ähnlichste Mittel ausgewählt. Bei hinreichender Ähnlichkeit zwischen Patientensymptomen und Arzneimittelsymptomen wird das Arzneimittel den Patienten heilen oder zumindest auf den Weg der Heilung bringen.

 

 

 

 

Dr. rer. nat.        

Susanne von Stamm         

Heilpraktikerin        

Tierheilpraktikerin